MEIN BRUDER | 2012

„Ich habe nun schon seit Monaten nichts mehr von meinem Bruder, Aljoscha, gehört. Anfang des Jahres machte er sich auf den Weg nach St. Petersburg. Es scheint, als sei er vom Erdboden verschwunden. Aus seinen zahlreichen Briefen entnehme ich, dass er sich auf der Suche befindet. Auf der Suche nach sich selbst – seinen Wurzeln, seiner Mentalität. Mit meiner Kamera im Gepäck mache ich mich auf den Weg – nicht nur – um meinen Bruder zu finden.“

Erzählt wird die Geschichte eines mentalen Grenzgängers. Ein junger Russe, der in Köln aufgewachsen ist, macht sich auf die Suche nach seinem Bruder. Schwerpunkt des Filmes ist die Frage nach der Identität, der Zugehörigkeit. Auf der Suche nach seinem Bruder gelangt der Protagonist immer weiter in die fantastische Welt von St. Petersburg. Zwischen Realität und Tagträumen wandernd, entsteht ein immer skurriler werdendes Bild dieser Stadt.
Es scheint, als ob sein Bruder ihm eine Spur gelegt hätte. Als er schon fast an dem Punkt angekommen ist, seine Suche aufzugeben, trifft er seinen Bruder. In diesem Moment wird ihm klar, dass er nicht nur ihn, sondern weit mehr fand – den Grenzgang einer Stadt zwischen dem alten Russland und dem neuen, die Entdeckung der „zwei Seelen in einer Brust“ und letztlich auch Stück mehr über sich selbst.

Format Doku '45
Leistung Produktion, Postproduktion

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Produzent Max Wiemann Regie Max Wiemann Kamera David Kilagöz Author Aljosha Okun, Max Wiemann  Sound Moritz Kleine-Büning